Freitag, 26 Mai 2017

Petrus-Seite 1

- Geschichte -

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Aussenansicht St. Petrus

Die Entwicklung von Wolfenbüttel geht auf die gleichnamige Feste zurück, die im 10. Jahrhundert vermutlich zum Schutz gegen die Ungarneinfälle errichtet worden war. Nach Wolfenbüttel nannte sich auch eine brunonische Grafenfamilie, die später auch den Beinamen von Asseburg erhielt. Ein Mitglied dieser Familie von "Wolferefdutle" wird im Jahre 1118 in den Annalen des Augustinerinnenklosters Steterburg urkundlich greifbar. Aufgabe der Grafen von Wolfenbüttel war es, im Mittelalter, die Fernhandelsstraße über die Oker zu sichern, die von Minden nach Magdeburg führte Der Okerübergang bei der Wasserburg Wolfenbüttel wird erstmals 1346 urkundlich erwähnt.

 

 

 

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Fenster St. Petrus

Als Ende des 12. Jahrhunderts zahlreiche Ministerialenfamilien gegen die Vorherrschaft Herzog Heinrichs des Löwen (1142-1180) opponierten, ließ dieser 1191 die Burg Wolfenbüttel weitgehend zerstören. Denn es war Gunzelin von Wolfenbüttel, der als Reichstruchseß Kaiser Ottos IV. (1175-1218) und Friedrichs II. (1194-1250) eine antiwelfische Herrschaft von Peine bis zum Elm und von dort aus bis zur Asse aufgebaut hatte. Infolge des Zusammenbruchs des Hohenstauferreiches und des Todes Gunzelins 1254 zerbrach die Wolfenbütteler Herrschaft. Die Burg wurde erobert und letztlich im Jahre 1255 durch Truppen Herzog Albrechts I. von Braunschweig (1252-1267) und König Wilhelms von Holland völlig zerstört.

Die strategisch günstige Lage an der Oker veranlasste Herzog Heinrich den Wunderlichen (1279-1291) von Braunschweig, im Jahre 1282 die wüst liegende Wasserburg wieder aufzubauen. Die Feste diente jetzt zum Schutz des welfischen Machtbereiches gegen das Bistum Hildesheim. Während der Regierungszeit Herzog Heinrichs des Friedfertigen (1432-1473) wurde Wolfenbüttel Residenz der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel, nachdem diese von ihrer Burg Dankwarderode durch die politisch und wirtschaftlich weitgehend unabhängige Stadt Braunschweig verdrängt worden waren. Seit 1495 wechselte daher der Name des Herzogtums zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel.

 

 

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