Montag, 25 September 2017

Peter&Paul-Seite 1

- Geschichte -

 

Hildeswid und Alburgis

 

1000

Um das Jahr 1000 stifteten die Adeligen Hildeswid und Alburgis in Heiningen ein Kanonissenstift. Bischof Bernward (993 1022) von Hildesheim, der wie die beiden Frauen aus der Familie der Billunger stammte, förderte die kirchliche Stiftung. Das Kloster wurde zu Ehren der Gottesmutter und zu Ehren des heiligen Petrus geweiht; seit 1126 trug es auch das Patrozinium des heiligen Paulus.

 Bischof Bernward

Im Zuge der Stiftung verfügten die Kanonissen über beachtlichen Grundbesitz in und um Heiningen, jedoch auch im benachbarten Bistum Halberstadt. Bischof Bernward von Hildesheim erwirkte für das Heininger Stift ein Immunitätsprivileg von Kaiser Otto 111. (983-1002), welches von seinem kaiserlichen Nachfolger Heinrich II. (1002-1024) erneuert wurde.

      

 

1200

Schon im Jahre 1126 mußte das Stift auf Veranlassung Bischof Bartholds (1119-1130) von Hildesheim durch Propst Gerhard von Riechenberg reformiert und die Augustinerregel eingeführt werden. Die Stiftskirche Heiningen diente auch der Gemeinde als Gotteshaus, welche 1140 durch Bischof Bernhard I. von Hildesheim (1130-1153) aus dem Pfarrverband von Gielde gelöst und zur Pfarrei erhoben war. Im Jahre 1174 verlegte der Hildesheimer Bischof den Archidiakonatssitz von Gielde an die Klosterkirche St. Marien in Heiningen. Der Propst des Klosters übte seitdem das Archidiakonatsamt über die Siedlungen Burgdorf, Werla und Wöltingerode aus. Wirtschaftlich bedeutend war die 1140 erteilte kaiserliche Erlaubnis, einen Wasserlauf der Oker nach Heiningen zu führen.